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Kardinal Marx feiert Hochamt in Werl

St. Walburga

Der Mann steht für Kirche und Kreuz. Aber auch für klare Kante. Dass das eine das andere nicht ausschließen muss und Reinhard Kardinal Marx ein wortgewandter Prediger ist, hatte er zuletzt 2011 beim Patronatsfest Mariä Heimsuchung anlässlich des 350-jährigen Jubiläums der Werler Wallfahrt auf der Gänsevöhde unter Beweis gestellt.

Am Sonntag nun war der Erzbischof erneut vor Ort. Als Hauptzelebrant des feierlichen Hochamtes zum Erntedankfest hielt er in der Propsteikirche St. Walburga eine Predigt, die später auf dem bestens frequentierten Bauernmarkt von vielen Seiten gelobt wurde. Und auch der Applaus, der am Ende seiner Worte im gut gefüllten Gotteshaus entbrannte, er sprach Bände. 

Reinhard Kardinal Marx in Werl

In seiner Predigt setzte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz mehrere Schwerpunkte. Das gemeinsame Christuszeugnis bezeichnete er als Fundament einer gelingenden Ökumene. Die Ergebnisse der Wahlen der Vorwoche wolle er nicht kommentieren, hatte der hohe Würdenträger wissen lassen. Er mahnte allerdings, dass die Politiker gesprächsoffen sein müssten. 

Miteinander soll im Mittelpunkt stehen 

Der Kardinal blickte auch über den Tellerrand. Ein propagandistischer Slogan wie „America first“ dürfte nicht missbraucht werden. Vielmehr solle das Miteinander im Mittelpunkt stehen. Mit Blick auf das Erntedankfest mahnte er, den Dank für die göttliche Schöpfung nicht aus dem Auge zu verlieren und sich für den Erhalt des „Blauen Planeten“ einzusetzen. 

Zu den Konzelebranten zählte am Sonntag auch der frühere Wallfahrtsleiter von Herzfeld und Kevelaer, Weihbischof Rolf Lohmann. Für die beeindruckende musikalische Gestaltung des Pontifikalamtes hatten Kantor Franz-Werner Rupprath und die „Mühlenbachmusikanten“ gesorgt. Propst Michael Feldmann und Reinhard Kardinal Marx besuchten nach dem Gottesdienst noch Pfarrer Klaus Bühnen im Krankenhaus. (© Gebhardt)

Die Mühlenbach-Musikanten musizierten mit dem Kantor aus der Symphonischen Suite von Traugott Fünfgeld (* 1971) für Bläser und Orgel, den Festmarsch (Siegfried Rundel 1940-2009)  „Ein Haus voll Glorie schauet“ und in der anglikanischen Tradition mit festlicher Überstimme, Pauken und Becken: (Werler-GL-Anhang 949) „Preis den Herrn, du meine Seele“ (“Praise, my soul, the king of heaven”)