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Sternsinger

Propstei Werl

Unter dem Thema Respekt für dich, für mich, für andere waren auch zu Beginn des Jahres 2016 wieder viele Kinder als Sternsinger in Werl und Umgebung unterwegs. Die Kinder stellen, die drei heiligen Könige dar, die aus dem Morgenland kamen und dem Kind in der Krippe, Gold, Weihrauch und Myrrhe geschenkt haben. Die Sternsinger bringen den Segen für das Neue Jahr in die Häuser der Menschen und sie sammeln für andere Kinder in den Krisengebieten der Welt.

1. Wir kommen daher aus dem Morgenland,  /
wir kommen geführt von Gottes Hand.  /  Wir wünschen euch ein fröhliches Jahr:  /  Kaspar, Melchior und Balthasar.

2. Es führt uns der Stern zur Krippe hin,  /  wir grüßen dich Jesus mit frommem Sinn.  / Wir bringen dir unsre Gaben dar:  / Weihrauch, Myrrhe und Gold fürwahr.

3. Wir bitten dich segne nun dieses Haus,  /  und alle die gehen da ein und aus.  /  Verleihe ihnen zu dieser Zeit:  / Frohsinn, Friede und Einigkeit

 

Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848):   Am Feste der heiligen drei Könige

Durch die Nacht drei Wandrer ziehn, / Um die Stirnen Purpurbinden, / Tiefgebräunt von heißen Winden / Und der langen Reise Mühn. / Durch der Palmen säuselnd Grün / Folgt der Diener Schar von weiten; / Von der Dromedare Seiten / Goldene Kleinode glühn, / Wie sie klirrend vorwärts schreiten, / Süße Wohlgerüche fliehn.

Finsternis hüllt schwarz und dicht / Was die Gegend mag enthalten; / Riesig drohen die Gestalten: / Wandrer, fürchtet ihr euch nicht? / Doch ob tausend Schleier flicht / Los' und leicht die Wolkenaue: / Siegreich durch das zarte Graue / Sich ein funkelnd Sternlein bricht. / Langsam wallt es durch das Blaue, / Und der Zug folgt seinem Licht.  

Horch, die Diener flüstern leis:/ "Will noch nicht die Stadt erscheinen / Mit den Tempeln und den Hainen, / Sie, der schweren Mühe Preis? / Ob die Wüste brannte heiß, / Ob die Nattern uns umschlangen, / Uns die Tiger nachgegangen, / Ob der Glutwind dörrt' den Schweiß: / Augen an den Gaben hangen / Für den König stark und weiß."

Sonder Sorge, sonder Acht, / Wie drei stille Monde ziehen / Um des Sonnensternes Glühen, / Ziehn die Dreie durch die Nacht. / Wenn die Staublawine kracht, / Wenn mit grausig schönen Flecken/ Sich der Wüste Blumen strecken, / Schaun sie still auf jene Macht, / Die sie sicher wird bedecken, / Die den Stern hat angefacht.

O ihr hohen heil'gen Drei! / In der Finsternis geboren / Hat euch kaum ein Strahl erkoren, / Und ihr folgt so fromm und treu! /  Und du meine Seele, frei / Schwelgend in der Gnade Wogen, /

Mit Gewalt ans Licht gezogen, / Suchst die Finsternis aufs Neu!  /O wie hast du dich betrogen; / Tränen blieben dir und Reu! /

Dennoch, Seele, fasse Mut! / Magst du nimmer gleich ergründen, / Wie du kannst Vergebung finden: / Gott ist über Alles gut! / Hast du in der Reue Flut / Dich gerettet aus der Menge, / Ob sie dir das Mark versenge / Siedend in geheimer Glut, / Läßt dich nimmer dem Gedränge, / Der dich warb mit seinem Blut.

Einen Strahl bin ich nicht werth, / Nicht den kleinsten Schein von oben. / Herr, ich will dich freudig loben, / Was dein Wille mir beschert! / Sei es Gram, der mich verzehrt, / Soll mein Liebstes ich verlieren, / Soll ich keine Tröstung spüren, / Sei mir kein Gebet erhört: / Kann es nur zu dir mich führen, / Dann willkommen Flamm' und Schwert!