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Reliquien der Hl.Bernadette Soubirous

St. Walburga

Foto: Ende Der Reliquienschrein der heiligen Bernadette Soubirous  (* 7.1. 1844 in Lourdes; † 16.4. 1879 in Nevers) ist im 160ten Jubiläumsjahr ihrer Visionen auf Reisen gegangen und war am 18.9. 2018 zu einem sehr gut besuchten Gebetstag in der Propsteikirche zu Werl von 9.00-21.00h ausgestellt. Die Hl.Bernadette hatte zwischen dem 11.2. und 16.7. 1858 Erscheinungen, bei denen sie von  "einer Dame" berichtete. 70 Wunderheilungen sind nach kritischer Prüfung in Lourdes von 1858 bis 2018 anerkannt worden. Bernadette ist Patronin gegen Krankheit und Armut, für Hirten und für Menschen die wegen ihrer Frömmigkeit belächelt werden. – Der Reliquienkult der katholischen (und orthodoxen!) Kirche wird von vielen belächelt. Dabei blüht gleichzeitig ein säkularer Reliquienkult:   die ca. 5.250 Jahre alte  Gletschermumie aus Südtirol, gefunden 1991, hat als „Ötzi“ eine ganze Region, die Ötztaler Alpen, zu touristischer Berühmtheit gebracht. Albert Einsteins Gehirn, in den 50er Jahren zu Forschungszwecken in hunderte Scheibchen zerschnitten, wurde mit einigen seiner Teile unter großem öffentlichen Interesse im Mai 2018 im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster gezeigt. Und jeder iPhone-Besitzer trägt die Bilder seiner Lieben als portative Heiligtümer mit sich!  -  Der biblische Reliquienkult zeigt sich im Alten Testament, wenn (Ex 13,17.19)] Mose die Gebeine des Stammvaters Josefs beim Exodus mitnimmt. Eine Totenerweckung geschieht an den Gebeinen des Propheten Elischa (2 Kön 13,20-21) und das Neue Testament berichtet, dass selbst die Taschentücher des Apostels Paulus zu Heilungszwecken verwandt wurden  (Apg 19,11-12). Schließlich wurden die Grabtücher Jesu sogar an einen eigenen Platz gelegt (Joh 20,6-7) und der Hebräerbrief berichtet von der Bundeslade und ihren Reliquien (d.h. „Überbleibseln“): „… darin waren ein goldener Krug mit dem Manna, der Stab Aarons, der Triebe angesetzt hatte, und die Bundestafeln“ (Hebr 9,3-5). In Lourdes geht es weniger um Reliquien der Toten, als vielmehr um Heilung der Lebendigen und den Aufbau eines lebendigen Glaubens durch das Vorbild der Gottesmutter Maria. Neben vielen Einzelpilgern in den unterschiedlichen Betstunden haben sich über 140 Schulkinder auf diesen Glaubensweg eingelassen. Ca. 70 Kranke konnten in einer Hl.Messe am Nachmittag das Sakrament der Krankensalbung empfangen und nach feierlicher Vesper und mehreren eucharistischen Anbetungsstunden fand zum Abschluss ein prächtiges Hochamt mit 15 Priestern und mehr als einem Dutzend Fahnenabordnungen, einer Lichterprozession mit Blasmusik und der Marientracht durch die Ritter vom Hl.Grab zu Jerusalem statt. Nicht alle können Reisen   -  Die Reliquien der Hl.Bernadette brachten deshalb den Geist von Lourdes für einen Tag nach Werl.